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Vernachlässigte Weißtanne 25.04.2018

Die Weißtanne gilt als Königin der Nadelhölzer. Die Bäume können bis zu 600 Jahre alt werden und mit ihren tiefen Wurzeln ist sie gut gegen Sturm gewappnet. Doch die Tanne hatte es in den letzten Jahren schwer. 

Grund hierfür ist nicht nur, dass die jungen Bäume bevorzugt auf dem Speiseplan von Rehen und anderen Waldbewohnern stehen. Auch der politisch forcierte Anstieg des Laubbaum-Anteils in Deutschland macht der Königin zu schaffen. Nach den Nachkriegsaufforstungen mit schnellwachsenden Nadelbäumen schlägt das waldbauliche Pendel derzeit sehr deutlich in Richtung Laubholz aus. 

Nicht berücksichtigt wird dabei jedoch, dass zum Bauen sowie für Möbel, Papier und Zellstoff überwiegend Nadelholz benötigt wird. Grund hierfür sind seine physischen Eigenschaften wie geringes Gewicht, leichtere Verarbeitung und hohe Tragfähigkeit. 

Verwendung Nadel- und Laubholz

„Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher appelliert sowohl an private als auch staatliche Waldbesitzer, die Weißtanne wieder verstärkt in die Bepflanzungspläne aufzunehmen“, so der Forstwissenschaftler und AGR-Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge. „Die Weißtanne ist vielseitig verwendbar, klimastabil und ideal für Laub- und Nadelmischwälder geeignet.“

Im Vergleich zur Fichte, der am weitesten verbreiteten Nadelbaumart in Deutschland, macht die Tanne nur etwa 2 Prozent des Baumbestands aus. Sie ist jedoch aufgrund ihrer tiefen Wurzeln und der Sturmbeständigkeit deutlich besser auf das sich wandelnde Klima vorbereitet als die Fichte. Aufgrund des Waldumbaus hin zu mehr Laubbäumen ist zudem ein deutlicher Rückgang von Fichtenholz abzusehen.

„Um den sich abzeichnenden Fichtenrückgang zumindest teilweise ersetzen zu können, müssen bereits heute sehr viel mehr Tannen gepflanzt werden“, so Ohnesorge. „Denn auch sie brauchen mindestens 30 Jahre, bevor nennenswerte Holzmengen zu erwarten sind.“

Weißtanne (Abies alba)

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Pressekontakt:

Melanie Wollenweber

Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e. V.
Dorotheenstraße 54                
10117 Berlin

Tel.: +49 30 / 72 02 04 38 84
Fax: +49 30/ 22 32 04 89        
E-Mail: presse@rohholzverbraucher.de

Internet: www.rohholzverbraucher.de

Über die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V.

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e. V. (AGR) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden der Rohholz verbrauchenden Branchen in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Die AGR setzt sich für die Sicherung der Rohstoffversorgung der Holzindustrie ein. Dabei tritt sie in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik sowie Forschung und Lehre, um die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die effiziente Verwendung von Holz zu verbessern. In Kooperation mit der Forstwirtschaft engagiert sich die AGR für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die im Einklang mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen steht.

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