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Logistik
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Treibhausgasreduktion in der Holztransportlogistik

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) koordinierte 2014 und 2015 das Projekt "Optimierung der Holztransportlogistik in Baden-Württemberg".

Die Publikation "Handlungsempfehlungen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Holztransport" stellt einige Ergebnisse aus Baden-Württemberg mit dem Schwerpunkt Treibhausgas-Emissionsreduktion komprimiert dar und bietet eine Interpretationshilfe des Abschlussberichts sowie Handlungsempfehlungen für Spediteure, Unternehmen und Politik.

Weitere Informationen:

Waldnavigation - NavLog GmbH

Die am 12. Dezember 2005 gegründete NavLog GmbH ist ein Gemeinschaftsprojekt der Forst- und Holzwirtschaft auf Beschluss der beiden Spitzengremien, des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR). Die Gesellschafter sind:

für die Vertreter des Waldbesitzes:

für die Vertreter der Holzwirtschaft:

Durch die Geschäftszwecke der NavLog GmbH sollen die Rationalisierungspotenziale innerhalb der Logistikketten realisiert werden. Dies geschieht insbesondere durch das Erreichen und Sicherstellen einer sinnvollen Navigation von Holztransportfahrzeugen zwischen Holzindustrie und Wald, unter Anwendung von neusten GEODAT-Standards.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der NavLog GmbH.


Ladungssicherung

Ladungssicherungsportal geht an den Start

Mit der Online-Plattform „lasiportal.de“ ist ein herstellerneutrales Netzwerk rund um das Thema Ladungssicherung online gegangen. Auf diesem Portal sind alle wichtigen Informationen, Schulungstermine und Institutionen einfach, schnell und übersichtlich abrufbar. Aus dieser Plattform werden Berater, Sachverständige, Behörden, mit Ansprechpartnern, Fachanwälte, Bußgeldkataloge und Checklisten zur Ladungssicherung aufgeführt.

Weitere Informationen finden Sie unter LasiPortal - Netzwerk für Ladungssicherung

 

Weit über das Ziel hinausgehende Vorschläge der Versicherungswirtschaft und verstärkte Kontrollen der Polizei der Ladungssicherung bei Kurzholztransporten hatten die Bildung einer Arbeitsgruppe durch die AGR aus Vertretern des nordrhein-westfälischen Innen- und Umweltministeriums, des Transportgewerbes, der Holz- und Forstwirtschaft, der Versicherungswirtschaft, der Polizei und der Berufsgenossenschaften zur Folge. Ziel dieser Arbeitsgruppe war es die Grundlage für bundeseinheitliche Regelungen zur Ladungssicherung von Kurzholztransporten zu schaffen.

In aufwändigen Fahrversuchen mit dem TÜV wurden Daten ermittelt, die mittlerweile zu einer gemeinsamen Empfehlung zur Sicherheit von Kurzholztransporten geführt haben. Diese werden vom nordrhein-westfälischen Innenminister in die Innenministerkonferenz eingebracht, damit sie demnächst bundesweit in der polizeilichen Praxis angewendet werden.

Zukünftige Aufgabe der AGR-Arbeitsgruppe ist es für die notwendige Umsetzung der Empfehlungen innerhalb der Übergangsfrist von einem Jahr in die Praxis zu sorgen. Hierfür ist es auch erforderlich neue technische Möglichkeiten zu finden. Deshalb wird die Zusammenarbeit mit Herstellern von Ladungssicherungshilfsmitteln und Aufbauten für LWK's angestrebt.

Holztransportgewichte

Im Vergleich zu anderen Europäischen Ländern, hat die deutsche Holzindustrie mit eher geringen zulässigen Transportgewichten zu kämpfen. Diese Einschränkung bedeutet einen erheblichen Wettbewerbsnachteil. Im Vergleich zu beispielweise Finnland und Schweden beträgt der Unterschied zwischen den zulässigen Gesamtgewichten zwischen 20 und 60 Tonnen( siehe nachfolgende Grafik). Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von nur 40 Tonnen in Deutschland, ist das ein erheblicher wirtschaftlicher Nachteil. Der Anteil des über LKW transportierten Rohholzes, liegt nach Schätzungen bei mehr als 90 Prozent und somit besteht hier ein großer Handlungsbedarf.

                                          Abb.1: Zulässige Lastzuggewichte EU 15, 5 Achsen
 

 Im Rahmen des Projektes „ Optimierung der Holzlogistik in Baden-Württemberg“, mit einem Zeitumfang von 36 Monaten wird aktuell untersucht, wie durch geeignete technische, verkehrspolitische und logistische Maßnahmen, die Wettbewerbsfähigkeit der Holzlogistik, in Baden-Württemberg, gegenüber den anderen Ländern erhalten und gestärkt werden könne.

Projektpartner ist die Holzwerke B. Keck GmbH, welche als Projektinitiator fungiert, obwohl das Projekt eine Zusammenarbeit mit der AGR und noch vielen weiteren Projektpartnern darstellt. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die Förderrichtlinien für Projekte im Cluster Forst und Holz beim Ministerium für Ländlichen Raum Baden-Württemberg (MLR), die Bedingung stellen, dass der Antragsteller ein baden-württembergisches Unternehmen sei. Als weitere Projektpartner sind neben der AGR auch noch die Firma Unique forestry and landuse GmbH, das Institut für Sraßen- und Verkehrswesen der Uni Stuttgart, die Uni Freiburg Institut für Forstbenutzung, die TU Berlin Fachbereich Konstruktionen und Stahlbau, das Karlsruhe Institut (KIT) Lehrstuhl für mobile Arbeitsmaschinen (Mobima), und die FVA Freiburg zu nennen.

Die ersten Recherchen ergaben bereits, das Aspekte wie die Erhöhung des zulässigen Zusatzgewichtes (zGG) und die Optimierung der Holztransport-Logistik, die Effizienz im Holztransport deutlich erhöhen würden. Ein höheres Transportvolumen würde zum Beispiel zu einer vorteilhafteren Laderaumauslastung führen und andererseits auch die Speditionsunternehmen deutlich entlasten.

Anhand verschiedener Untersuchungen soll nun herausgefunden werden, wie die Holzlogistik in Baden-Württemberg optimiert werden könne.
Grundsätzlich teilt sich das Projekt in zwei Phasen. Zuerst sollen die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie der Forschungsbedarf analysiert und herausgestellt werden. Weiterhin sollen Maßnahmen zur Emissionseinsparung und Optimierung des Holztransportes ermittelt und dann in der zweiten Phase, dem Feldversuch, einem Praxistest unterzogen werden. Der Praxistest wird dann Aufschluss geben, ob die wissenschaftlich erarbeiteten Methoden praktische Relevanz besitzen und auch wirklich umsetzbar sind.

Durch einen erfolgreichen Abschluss dieses Projektes, ist eine bundesweite Verbesserung der Holzlogistik denkbar. Des Weiteren stellt die Senkung der CO2-Emissionen ein europaweites Ziel da, sodass dieses Projekt auch über Deutschland hinaus einen wichtigen Beitrag leisten kann.
 

Unsere Position zum Thema "zulässige Gesamtgewichte in Deutschland" finden Sie unter folgendem Link.

 

termine

15. - 17.09.2017

DLG-Waldtage 2017

18. - 22.09.2017

IUFRO 125th Anniversary Congress 2017

18. - 19.10.2017

FastWOOD: Abschluss-Symposium

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