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Rohstoffsicherung
Holzrohstoffbilanz (Quelle: Mantau)#1#2#3#4#5#6#7

Rohholzverfügbarkeit

Die stetige und nachhaltige Rohstoffversorgung ist für alle Werke der Holzindustrie von existenzieller Bedeutung. Aufgrund der deutlichen Diskrepanzen zwischen den Holzaufkommensprognosen der BWI2 und den Daten der Holzeinschlagstatistik wurde beim BMELV eine AG Rohholzverfügbarkeit eingerichtet.

Nicht nur die Preise für den Rohstoff Holz sind in den letzten beiden Jahren drastisch gestiegen, sondern es ist gleichzeitig auch die Konkurrenz der energetischen Nutzung problematischer geworden. Mittlerweile wird ein Drittel des Rohholzaufkommens in Deutschland industriell oder in privaten Haushalten verbrannt. Überlegungen zu neuen nachhaltigen Nutzungsstrategien und eine Sensibilisierung der Politik zum Zielkonflikt zwischen stofflicher und thermischer Nutzung werden seitens der AGR getätigt.
 

Holzrohstoffbilanz2012          

Holzrohstoffbilanz2012

 

Holzmobilisierung

Die Ergebnisse der zweiten Bundeswaldinventur (BWI2) und der Zwischeninventur zeigen, dass es - wenn auch regional sehr unterschiedlich - doch noch erhebliche ungenutzte Holzpotentiale vorhanden sind. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass ein größerer Teil dieser Holzmengen im Privatwald mit einer Flächengröße von weniger als 20 Hektar, und hier insbesondere im (Buche) zu finden sind. 

Es muss daher eine Schwerpunktaufgabe für den Cluster Forst und Holz sein, die Kleinprivatwaldbesitzer zur Holznutzung zu motivieren und damit diese Potentiale zu mobilisieren.

 

Nutzungseinschränkungen

Um die Rohstoffversorgung der Holzwirtschaft langfristig sicher zu stellen, darf die für die Holzproduktion in Deutschland verfügbare Fläche nicht verringert, sondern vielmehr muss sie erhalten, bzw. noch vergrößert werden. Hier sind derzeit zwei gegenläufige Trends zu beobachten: Zum einen nimmt die Waldfläche Deutschlands seit vielen Jahrzehnten kontinuierlich zu. Auf der anderen Seite werden immer mehr Waldflächen gänzlich aus der forstlichen Nutzung genommen.  In den letzten beiden Jahrzehnten ist beispielsweise in Brandenburg ein regelrechter "Unterschutzstellungswahn" ausgebrochen. Seit 1990 wurden hier über 200 neue Naturschutzverordnungen erlassen!

Diese vielfach ideologisch motivierte Stilllegung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen trifft vor allem die Menschen im ländlichen Raum. Denn gerade im ländlichen Raum stellen die Landwirtschaft sowie die Forst- und Holzwirtschaft die meisten Arbeitsplätze. Nimmt man den Betrieben die Produktionsfläche und entzieht ihnen damit ihre Rohstoffgrundlage. Dies gefährdet die Existenz von Unternehmen und Arbeitsplätzen.

Zusätzlich zur Ausweisung von Naturschutzgebieten, wurden im Zuge der Bemühungen der Europäischen Union natürliche Lebensräume zu erhalten, in Deutschland in den vergangenen Jahren rund 3,3 Millionen Hektar Festlandfläche als sogenannte Flora Fauna Habitat-Gebiete (FFH) ausgewiesen. Deutschland hat im Europäischen Vergleich einen einzigartig hohen Anteil an Waldflächen ausgewiesen: Derzeit sind 51% der gemeldeten FFH-Festlandsflächen Deutschlands Wälder, dies entspricht rund 1,65 Millionen Hektar!

Die Gesetze und Verordnungen, die die Bewirtschaftung des Waldes beeinflussen sind mittlerweile ähnlich undurchschaubar geworden, wie das deutsche Steuerrecht. Der Bundesverband Säge- und Holzindustrie (BSHD) hat eine sogenannte „Schwarze Liste der Naturschutzgesetzgebung" veröffentlicht, die dies eindrücklich dokumentiert.

Die AGR setzt sich für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen einem, zweifellos notwendigen, Naturschutz und den ökonomischen Interessen seiner Betriebe ein. Weitere großflächige Stilllegungen können wir nicht akzeptieren. Diese stehen auch im Widerspruch zu den energiepolitischen Zielen der Bundesregierung. Denn diese plant eine enorme Steigerung der Biomassenutzung in Deutschland, wofür dringend Produktionsfläche benötigt wird, um nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion zu geraten.

 

 

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22.02.2017

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