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Mit Buchen und Douglasien dem Klimawandel trotzen06.03.2017

Douglasie

Der Klimawandel stellt die mehr als 700 000 Waldbesitzer Bayerns vor die entscheidende Frage: Welche Wälder werden in Zukunft den ökologischen und ökonomischen Herausforderungen am besten gerecht? Dass das auf passenden Standorten auch Mischwälder aus Buchen und Douglasien sein können, zeigen jetzt zwei Forschungsprojekte der Technischen Universität München (TUM). Forstminister Helmut Brunner stellte die Ergebnisse am Freitag im Landkreis Augsburg vor. Danach sind Buchen-Douglasien-Mischwälder nicht nur stabiler, strukturreicher und widerstandsfähiger als die jeweiligen Reinbestände, sie punkten sogar noch durch höheren Holzzuwachs. „Die Zukunft der bayerischen Wälder liegt in einer gesunden Mischung klimatoleranter, risikoarmer und wirtschaftlicher Laub- und Nadelbäume“, sagte der Minister. Dabei komme neben heimischen Hölzern wie Buche, Eiche und Tanne auch der Douglasie eine wachsende Bedeutung zu. Schließlich seien es gerade Nadelbäume wie Fichte und Kiefer, die in vielen Regionen Bayerns zunehmend unter Trockenheit und Schädlingsbefall leiden. Über Anbauerfahrung mit der Douglasie verfügt Bayern schon seit mehr als 100 Jahren. Für den aus Nordamerika stammenden Baum sprechen laut Brunner seine Hitze- und Trockenheitstoleranz, seine Stabilität bei Stürmen, seine hohen Wuchsleistungen und sein wertvolles Holz. Die Douglasie wächst in Bayern derzeit auf knapp 20 000 Hektar, das ist etwa ein Prozent der Waldfläche.

Für die Projekte der TUM-Lehrstühle für Waldwachstumskunde und für Bodenkunde hat das Forstministerium 300 000 Euro bereitgestellt. Insgesamt investiert der Freistaat dem Minister zufolge rund zwei Millionen Euro pro Jahr für forstliche Forschungsprojekte, denn: „Unsere Waldbesitzer brauchen wissenschaftlich fundierte, praxistaugliche Informationen, um die richtigen Entscheidungen für die Zukunft der Wälder treffen zu können.“

Quelle:

Bayerisches Staatsministerium für
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