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"Der Wald schafft alles - außer man legt ihn still" Informationsveranstaltung zum geplanten 3. Nationalpark in Bayern03.03.2017

Etwa 300 Teilnehmer bei der Informationsveranstaltung von proHolz Bayern in Weibersbrunn

Am 2. März 2017 fand in Weibersbrunn im Spessart eine Informationsveranstaltung zur Diskussion um einen möglichen dritten Nationalpark in Bayern statt. Eingeladen hatte proHolz Bayern, das Impulsreferat hielt Prof. Dr. Hubert Röder vom Wissenschaftszentrum Straubing.

Rund 300 Teilnehmer hatten sich in der Mehrzweckhalle versammelt, um über den aktuellen Sachstand zu diskutieren. Nach dem Vortrag von Prof. Röder wurde das Gespräch auf Podium erweitert und zahlreiche Sachargumente gegen die Ausweisung eines dritten Nationalparks vorgebracht. 

Die Zuhörer im Raum kritisierten besonders die Bevormundung durch die Staatsregierung, die anscheinend ohne Zustimmung der Region den Nationalpark ausweisen wolle. Mehrere Redner wiesen darauf hin, dass die Forst- und Holzwirtschaft einer der wichtigsten Arbeitgeber im Spessart sei und diese Arbeitsplätze bewusst vernichtet würden. Allein in Unterfranken arbeiten in der Branche 22.100 Beschäftigte in 2.200 Betrieben. 

Eine Besonderheit im Spessart sind die Holzrechtler, die für den eigenen Bedarf im Wald Holz ernten dürfen. Dieses Recht ist im Grundbuch eingetragen und würde im Konflikt mit einem Nationalpark stehen. 

Das Fazit von Dr. Denny Ohnesorge, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e. V., zum Abschluss des Abends lautet: „Es geht uns nicht um die Frage, ob Naturschutz im Wald erforderlich ist oder nicht. Es geht um die Frage, was erhalten werden soll und wie es erhalten werden kann. Die Region Spessart zeigt wunderbar, dass nachhaltige Bewirtschaftung zu schönen und wertvollen Wäldern führt – auch ohne Naturschutzlabel."

Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e. V., summiert nach dem Abend: „Es gibt vielfältige Anforderungen an den Wald – er ist beispielsweise Arbeitsplatz, Erholungsort und Lebensraum. Wir sind überzeugt: Es lassen sich gemeinsam Lösungen finden, um all diese Funktionen in Einklang zu bringen. Wer Naturschutz auf eine Schwarz-Weiß-Debatte reduziert, schürt ohne Not Ängste und riskiert verhärtete Fronten.“

Zu den Diskutanten auf dem Podium gehörten: 

Die nächsten Termine sind die nichtöffentliche Anhörung der Verbände in Miltenberg am 7. März sowie die Anhörung im Bayerischen Landtag am 16. März 2017.